Home arrow Rezensionen arrow Die Kunst der Verteidigung
Home
Artikel
Rezensionen
Hilfe / FAQ's
Forum
Schach-Links
Zum Schachserver
Liga-Seiten
caissa.info

Sprachen
RSS Feeds
IP Blocker
Your IP address:
<
 

Die Kunst der Verteidigung Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 15
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Martin Rieger   
Donnerstag, 9. August 2007
Hans Kmoch

Die Kunst der Verteidigung

kunstdervert.jpg














Sprache: Deutsch
Verlag: Beyer
ISBN: 3-88805-488-5
ISBN2: 978-3-88805-488-4
172 Seiten, 57 Diagramme, gebunden, 5. bearbeitete Auflage 2006.

Hans Kmoch (1894 - 1973) war nicht nur ein erfolgreicher Schachspieler (Turniersieg 1925 in Debrecen vor Tartakower und Grünfeld, geteilter dritter Platz 1926 in Budapest) sondern auch internationaler Schiedsrichter und erfolgreicher Schachbuchautor.

Vorliegendes Buch erschien in der Erstauflage im Jahre 1927 und wurde in der Zwischenzeit mehrfach neu aufgelegt und dabei um moderne Beispielpartien (z.B. Kramnik - Anand, Belgrad 1997; Timman - Kasparow, Bugojno 1982) erweitert. Die aktuelle 5. Auflage wurde von Dr. Ralf J. Binnewirtz sorgfältig überarbeitet (dabei verwendete er die Ausgabe von 1982).

Hans Kmoch untersucht und erläutert anhand von großen Meistern (Steinitz, Tarrasch, Lasker, Capablanca u. a.) verschiedene Verteidigungsmethoden, dabei unterscheidet er zwischen fünf Methoden der Verteidigung, als da wären:
1. die passive, (die passive Verteidigung beschränkt sich auf direkte Abwehr feindlicher Drohungen) 2. die aktive, (die aktive Verteidigung geht aus der passiven hervor, ist Gegendrohung, Gegenangriff) 3. die automatische, (automatisch verteidigt sich ein Spieler, wenn er etwa dem Beispiele Tarraschs oder Capablancas folgend, passives Verhalten soweit als möglich meidet und vor allem bestrebt ist, durch freie, offene Entwicklung sämtlicher Steine das Entstehen feindlicher Angriffe auszuschalten)
4. die philosophische, (der Gegner wird genötigt in Spielweisen einzulenken, die seinen Absichten entgegenlaufen. Das ist von starker psychologischer Wirkung und erhöht die Kraft der Verteidigung bedeutend, selbst dann, wenn der Angreifer objektiv in günstiger Lage ist)
5. die aggressive Verteidigung, (sie wartet nicht auf Gelegenheit zum Gegenangriff, sondern ist ein sofortiger unmittelbarer Angriff statt jeder Verteidigung. Sie setzt ein, bevor der Gegner mit seinem Angriff beginnen konnte).

Die 50 ausgewählten Partien beschäftigen sich außer den fünf Verteidigungsmethoden noch mit dem Stil der Schachgrößen Tarrasch, Steinitz und Lasker, der Verteidigung im Angriff und Verteidigung im Allgemeinen.

Manche Kritiker bemängelten an dem Buch die skurrilen Wortschöpfungen derer sich Kmoch bediente, teilweise war auch von "hausgemachter" Terminologie zu lesen. Beim Lesen des Buches hat mich das aber nicht gestört, ich glaube, wer Nimzowitschs „Mein System“ schon einmal gelesen hat, wird dort mehr skurrile Wortkreationen gefunden haben.

Hans Kmochs „Die Kunst der Verteidigung“ ist und bleibt ein zeitloser Klassiker trotz aller Unkenrufe und ist ein Stück Schachgeschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf! Absolut empfehlenswert!

Ich danke dem Beyer Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Martin Rieger, August 2007
» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)
Name
Titel
Kommentar
 verbleibende Zeichen
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte
 
Letzte Kommentare
Schach-Links
DAS SCHACHPORTAL 
ECO-Codes 
FICS - Free Internet Chess Server 
ICCF Chess-Server 
NetChess 
Schach - Die Zeitschrift mit Tradition und Anspruch 
Schachduell 
TEDI - SuChess 
Videochess 
freechess.de - Schachshop 
   :: by freechess.de :: Alle Rechte vorbehalten ::
aa