früher waren deine Bücher-Rezensionen gut, nämlich informativ und kritisch. Im letzten Jahr sind sie zu reinen Werbetexten verkommen.
Die Masse der dt. und engl. Schachbücher ist durchschnittlich,einige sind besser und einige unterdurchschnittlich. Bei dir sind alle "hervorragend" oder "sehr gut" usw. Das macht deine Rezensionen unglaubwürdig und ein wenig peinlich.
Auch sonst haben deine Artikel merklich an Qualität verloren. Nehmen wir zB deine Besprechung von Markus Schmückers London-System. Hast du schon vergessen, dass du erst vor vier Wochen ein Buch über genau diese Eröffnung rezensiert hast??? (Johnsen u. Kovacevic).Von einem guten Rezensenten erwarten wir Leser, dass er uns hilft bei der Buchauswahl. Welches Buch ist denn nun besser, um das London-System zu lernen? Wie unterscheiden sich die beiden Bücher überhaupt, usw usw?
MfG
G. F. Moeller
» 8 Kommentare
1Kommentar am Montag, 25. Februar 2008 16:42von Rainer Osenberg
Es ist schön, dass nun wieder die Möglichkeit besteht, konstruktive Kritik zu äußern! Dazu gehört im konkreten Fall möglicherweise natürlich auch der Mut zu einer alternativen Rezension.
Da ich selbst früher Rezensent war (Belletristik allerdings), weiß ich, dass es sehr schwer ist, ein vermeintlich objektives Urteil abzugeben. Ich selbst hatte mehr den Hang zum "Verriss". Auch den hat man mir allerdings eher übel genommen.
Objektiv können eben allenfalls Fakten sein, keine Meinungen.
2Kommentar am Montag, 25. Februar 2008 16:44von Rainer Osenberg
Huch, ich dachte, der Name würde beim Kommentar erscheinen, und ein paar Zeichen wurden auch abgeschnitten. ich ergänze also:
keine Meinungen. Gruß, Rainer Osenberg
3Kommentar am Montag, 25. Februar 2008 18:18von Martin Rieger
Hallo Herr Moeller, vielen Dank für Ihre offene Meinung, selbstvertändlich nehme ich Kritikpunkte gerne entgegen. Mittlerweile spiele ich seit über 25 Jahren Schach (DWZ2008/ELO2165/Landesliga) im Verein und habe schon etliche gute wie auch schlechte Schachbücher gelesen. Ich rezensiere die Bücher immer nach meinem schachlichen Empfinden und meinem Erfahrungsschatz. Sicherlich gibt es immer verschiedene Meinungen zu einem Buch und genauso viele zu einer Rezension. Meine Meinung soll nur ein
4Kommentar am Montag, 25. Februar 2008 18:19von Martin Rieger
kleiner Anhaltspunkt sein, letztendlich muss jeder für sich persönlich entscheiden, ob das Buch für einen geeignet ist. Ob das eine oder andere Buch (wie beim Londoner System) nun besser ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, eine Rezension ist nicht dafür gedacht, zwei oder mehrere themenverwandte Bücher miteinander zu vergleichen. Ich beurteile auch nicht jedes Buch als „sehr gut“, siehe z.B. Queens Gambit Accepted oder einige Bücher der Everyman-Reihe. Trotzdem muss ich einigen Verlagen zu Gute halten, dass die Qualität ihrer Bücher spürbar
5Kommentar am Montag, 25. Februar 2008 18:19von Martin Rieger
Verlagen zu Gute halten, dass die Qualität ihrer Bücher spürbar angestiegen ist (früher gab es oft keine Quellenverzeichnisse, Partienverzeichnisse und auch sonst gab es eine Menge an Kritikpunkte). Ich hoffe, Sie lesen meine Rezensionen auch in Zukunft und schlechte Bücher werde ich auch zukünftig nicht empfehlen.
Schöne Grüße Martin Rieger
6Kommentar am Dienstag, 26. Februar 2008 11:18von Vladislav Kagebeovski
I totally agree with Mr. G. F. Moeller!
What we need is a sharp, truthful and sober review. Just look at Elburg's reviews: he gives to all authors best credits.
A model can be CARSTEN HANSEN'S CHECKPOINT: he has sharp tongue and rarely gives 5 out of 5 points.
So Mr. Rieger please give grades so that we all can see how much the book is worth!
7Kommentar am Mittwoch, 27. Februar 2008 20:40von Marcus Jenke
Ich kann nur darauf hinweisen, dass mir spontan zwei Bücher einfallen, die korrekterweise negativ rezensiert wurden: gerade eben die 3.Auflage des sonderbaren Chess-Star Buches über das angenomme Damengambit und (ganz wichtig) Dembos schlechtes Buch über Grünfeldindisch (Everyman). Letzteres wurde international durchgängig positiv bewertet während Martin Rieger Dembos peinlichen Schwachstellen schonungslos offenlegte.
8Kommentar am Samstag, 1. März 2008 18:24von Christian Möller
Ich habe mir mehrere Bücher auf Grund der Empfehlung / Rezension von Martin Rieger gekauft. Bei keinem der Bücher bin in entäuscht worden und konnte die neuen Erkenntnisse sowohl im Nah wie auch im Fernschach gewinnbringend einsetzen. Gruß Christian Möller