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The Greatest Ever Chess Tricks and Traps Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 5
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Geschrieben von Martin Rieger   
Freitag, 14. November 2008

Gary Lane

The Greatest Ever Chess Tricks and Traps

lolantgectat.jpg

Sprache: Englisch

Verlag: Everyman

ISBN-13:978-1-85744-577-0

235 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2008.

Erhältlich bei Schach Niggemann

 

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Eröffnungsfallen, Eröffnungstricks und einigen typischen Mittelspielangriffen. Ähnlich wie bei vergleichbaren Werken beschränken sich die Eröffnungsfallen auf Kurzschlüsse und grobe Patzer einer der Parteien.

Die vorhandene Auswahl ist natürlich rein subjektiv und entspricht dem Geschmack des Autors, ob der Leser genauso viel Gefallen daran findet möchte ich doch bezweifeln. Gary Lane bemüht in seinem Werk doch arg viel Altbekanntes, manches wirkt gar peinlich.

Die Originalität des Buches verliert sich irgendwo zwischen den Seiten, die Trivialität gewinnt die Oberhand und so wundert es nicht, dass zum Beispiel 1.e4 c5 2.b4 cxb4 3.a3 d5 4.exd5 Dxd5 5.axb4?? De5 0-1 als Anti-Wing Gambit auf fast drei Seiten präsentiert wird. Holländisch wird mit dem alten Kortschnoi-Trick 1.d4 f5 2.h3 Sf6 3.g4 hxg4 4.hxg4 Sxg4 5.Dd3 Sf6? 6.Txh7! bekämpft und kann erfahrenen Turnierspielern höchstwahrscheinlich nur ein müdes gequältes Lächeln entlocken.

Auch liebevollste Kommentierung der Partien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die gezeigten Beispiele für einen Vereinsspieler höchst ermüdend sind, blutige Anfänger kann der Autor damit vielleicht gerade noch in Staunen versetzen. Die typischen Mittelspielangriffe bestehen aus dem klassischen Läuferopfer auf h7, hierbei spricht der Autor vom „griechischen Gift“ (?!?). Daneben werden noch diverse andere Mattwendungen wiederholt, Arabermatt, Morphy´s Matt, usw.

Fazit: Für Anfänger vielleicht ganz nett. Vergleichbare und bessere Literatur gibt es zur Genüge und deshalb wird es dieses Buch meiner Meinung nach sehr schwer haben.

Ich danke der Firma Schach Niggemann, die das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Martin Rieger, November 2008

» 3 Kommentare
1Kommentar
am Samstag, 15. November 2008 10:36von Guido Schwellnus
Sehr geehrter Herr Rieger, 
 
Nur eine kleine Anmerkung zum verwunderten "?!?": 
 
Das englische "gift" ist nicht etwa das deutsche "Gift", sondern ein "Geschenk". Die Bezeichnung "Greek gift" entspricht dem "Danaergeschenk" und bezieht sich auf das Trojanische Pferd. Es ist meines Wissens der im englischen Sprachraum durchaus gebräuchliche Name des klassischen Läuferopfers auf h7, zumindest habe ich es so schon in mehreren englischsprachigen Publikationen so gelesen (z.B. Gallaghers "101 Attacking Ideas". 
 
Mit freundlichen Grüssen, 
Guido Schwellnus
2Kommentar
am Dienstag, 18. November 2008 19:41von Zorn
Herr Rieger, 
ich finde es ja toll, daß Sie so viele Bücher über Schach schreiben. Aber ihr Kommentar hierzu ist mehr als peinlich. Wissen Sie: Qualität ist nicht gleich Quantität! Ich finde es erbärmlich, wenn jemand der soviele Bücher schreibt wie Sie, dann andere Werke schlecht macht! 
 
Einen schönen Tag noch! 
 
Peter Zorn
3Kommentar
am Donnerstag, 9. April 2009 19:00von Ralf Zier
eine Kommentar zu Herrn Zorns Kommentar.  
Hallo Herr Zorn,  
um eines vorweg zu nehmen, ich bin nicht Herr Rieger, sondern auch nur ein Leser dieser Seite mit Rezensionen. Nun zu ihrem Kommentar, ich glaube Sie haben das Prinzip einer Rezension nicht verstanden. Herr Rieger schreibt hier darüber, wie ihm ein Schachbuch gefällt oder nicht. Es ist dabei unerheblich ob er selber Schachbücher geschreiben hat oder nicht. Er schreibt seine Meinung als Leser. Das ist sein gutes Recht. Und ich will auch seine ehrliche Meinung und keinen weichgespülten "ja niemand weh tun" Mist lesen.  
Und mal ganz ehrlich Herr Rieger ist ein recht braver Kritiker. Da habe ich z.B. von Marcel Reich-Ranicki in der Belletristik schon viel härtere Kritiken gelesen. Der nennt Bücher auch mal ganz offen "Mist".  
Aber so funktioniert das halt.  
Gruß 
Ralf
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