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Geschrieben von Martin Rieger   
Sonntag, 26. Juli 2009

David Rudel

The Moment of Zuke

Critical Positions and Pivotal Decisions for Colle Players

lorudtmoz.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sprache: Englisch

Verlag: Thinkers' Press

ISBN-10:1-888710-38-1

ISBN-13: 978-1-888710-38-0

254 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2009.

Erhältlich bei Schach Niggemann

 

Überraschender Weise hatte David Rudel mit seinem Vorgängerband „Zuke ’Em“ mehr Erfolg als erwartet und so ließ ein zweiter Band nicht lange auf sich warten. Der Titel des Buches leitet sich übrigens aus einem Wortspiel zwischen dem hirnlosen PC-Ballerspiel Duke Nukem und der Zukertort-Eröffnung ab.

Im ersten Band ging es noch um allgemeine Erörterungen und Analysen zu dieser, in Amateurkreisen recht beliebten, Eröffnung. Mittels d4, Sf3, e3, Ld3 nebst b3, Lb2 und Sbd2 baut Weiß „sein System“ auf und erweitert dieses mit zum Teil grobschlächtigen Angriffsmanövern in der Form von Se5 – f4 - Df3 – Dh3 – Sbd2f3g5 – 0-0 – Tf3. Im zweiten Teil geht es, nun ja, was soll ich sagen, eigentlich um das Gleiche! Der einzige Unterschied zwischen den beiden Büchern besteht darin, dass Rudel statt ganzer Partien im zweiten Band Stellungsfragmente bringt und diese kommentiert nach dem Gesichtspunkt „was ist in dieser Stellung der beste Zug, welche Strategien sind Erfolgs versprechend und welche weniger, was ist der Plan?“.

Zugegebenermaßen wirkten einige Kommentare auf mich etwas konstruiert und altbacken. Ich finde es zum Teil lächerlich, wenn in den verschiedenen Übungsabschnitten Stellungen nach dem 6.Zug präsentiert werden, in denen man den richtigen, den einzig wahren Colle-Zukertort Zug finden soll. Ansatzweise geht Rudel zwar auf dem richtigen Weg mit seinen Anmerkungen und Beispielen, so richtig begeistern konnte ich mich aber dennoch nicht für das Buch. Ich glaube, Rudel wäre besser beraten gewesen, wenn er beide Bücher zu einem Werk vereint hätte. So aber bleibt bei mir das dumpfe Gefühl, dass hier einfach noch schnell ein Buch nachgeschoben wurde um noch etwas Geld rauszuholen.

 

Ich danke der Firma Schach Niggemann für das Rezensionsexemplar.

Martin Rieger

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